27.05.20

Irgendwann hört man einfach auf, sich die Frage zu stellen, wann es wieder nach Hause geht. Es dauert eine Weile, bis man es vollständig bemerkt. Man hat keinen Termin vor Augen und plötzlich hat der Wochentag keinen Namen mehr. Es gibt nur noch ‘heute’.

Man sollte hin und wieder mal den Kalender ansehen, damit man sich an die wichtigen Geburtstage erinnert.

Das Schöne daran ist, dass man aufhört, Dinge in die unbestimmte Zukunft zu verschieben: Da war doch das eine Buch, dass man sich schon so lange hat vorgenommen zu lesen, das eine Ereignis was man unbedingt einmal zu Papier bringen wollte oder die eine Bewegungsabfolge, die man immer schon mal erlernen wollte. Meistens handelt es sich dabei weniger um eine Sache als um eine Vielzahl, aber wenn man nur im Heute lebt, dann macht man eben eins nach dem anderen.

Meistens kann man auch ohne das richtige Equipment seine kleinen Projekte voran bringen. Man muss nur kreativ genug, aber vor allem geduldig genug sein. Und naja, man kann auch nicht alles gleichzeitig machen^^.

Mit Gesundheit und Gelassenheit kann man weit kommen. Letzteres ist allerdings manchmal eine Hürde für sich^^.

Wenn man morgens aufwacht, ist es ein ganz eigenes Privileg, wenn man sich vom Wind auf seinem morgendlichen Streifzug begleiten lassen kann und danach die Freiheit genießen kann, noch nicht zu wissen, was der Tag bringt. Vielleicht kleine Baumstämme schleppen und einen mehrere Hektar großen Garten umzeunen. Vielleicht geht man auch zu den Nachbarn und kommt glücklicherweise mit einer Katze zurück, damit sie sich an den Mäusen im Haus satt fressen kann. Vielleicht geht man auch Termiten für die Küken suchen und ausgraben. Vielleicht setzt man sich auch irgendwo willkürlich ins Gras und schreibt an seinem längere Zeit leider etwas vernachlässigten Blog…