18.10.20

Langsam ist es schon ein wohl bekannter Anblick: Der Boardingbereich, das Handgepäck neben einem auf dem Sitz. Kopfhörer raus kramen und warten bis man aufgerufen wird.

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich dabei nicht alleine war. Das ist jetzt schon der dritte Aufbruch in knapp 1 1/4 Jahren. Und jedes Mal ins Ungewisse und alleine. Wenn man einmal die Hemmschwelle überschritten hat, kann das Alleine-Reisen einen gewissen Suchtfaktor annehmen.

Heute geht es auf eine Schlittenhundefarm im Lappland, Schweden. Gerade noch fast am Äquator und jetzt ein Grad unter dem Polarkreis. Und ein neuer Kindertraum: Schnee, Schnee, Schnee, Polarlichter, Schlittenhunde. Auf dieser Farm bleibe ich die Wintersaison über und helfe für Kost und Logie.

Meine Reiseziele habe ich wie sich jetzt zeigt, genau in der richtigen Reihenfolge abgehakt: Nach China kommt man jetzt überhaupt nicht mehr und Kenia ist ebenfalls als Risikogebiet deklariert. Dieses Mal musste ich noch nicht einmal meinen Reisepass mitnehmen, ich muss meine SIM-Karte nicht wechseln und das gesamte Personal spricht Englisch. Würde ich nicht auf Grund meines neun stündigen Flughafenaufenthalts so lange unterwegs sein, könnte ich in 3 Stunden von Berlin nach Avidsjaur fliegen. Mein Geld muss ich auch nicht an einem Schalter in eine andere Währung umtauschen. Wirklich sehr seltsam.

Nach einem ein monatigem ‘Zwischenstopp’ Zuhause bin ich also schon wieder hinter dem nächsten Abenteuer her. Tatsächlich hat sich diese Zeit auch angefühlt wie Urlaub und jetzt ist dieser eben vorbei und es geht wieder raus in die ‘echte Welt’. Eine etwas andere Sichtweise auf die Dinge.

Man kann wirklich alles machen auf dieser riesigen Welt. Man muss nur den Mut haben, es auch zu versuchen. Flugreisen mit den ganzen Security Checks und Gepäck Ab- und Annahmen und natürlich eingeklemmten Knien habe ich allerdings immer noch nicht so ganz lieb gewonnen. Aber wie in meinem letzten Eintrag schon gesagt: Sie markieren für mich immer den Anfang eines Abenteuers oder das nach Hause Kommen.

Meine anderen Reisen ins Unbekannte habe ich mit allen Variationen von Ausrüstung und Dingen angetreten. Nach China war das Handgepäckstück eine Sporttasche, nach Afrika ein kleiner praktischer Beutel und nun nach Schweden ein robuster Rucksack. Nur mein kleines Kuscheltier aus Korea ist immer dabei und so natürlich auch heute.

Vielen Dank für die Unterstützung bei all meinen Reisen. Für Vorbereitung, liebe Wünsche, ausgeliehene Ausrüstung, fürs zum Flughafen Bringen oder Abholen, für das Facetimen am Flughafen (wenn das Wifi mitmacht^^), für Briefe und extra gebackene Brownies. Vielen Dank.

Auf in den Norden 😉

PS: Währung muss ich doch wechseln…^^

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s