29.10.20

Es heißt doch, wenn man nicht manchmal traurig ist, kann man auch gar nicht den Unterschied spüren, wenn man glücklich und fröhlich ist. Wenn man einmal auf Menschen stößt, die einen schlecht behandeln, dann weiß man etwas Gutmütigkeit in anderen gleich viel mehr zu schätzen.

Es kommt im Leben schon hin und wieder vor, dass man vor einer Entscheidung steht, bei der man anfangs nicht sicher ist, welche Richtung denn mehr dir selbst entspricht. Wenn du in eine unangenehme Situation kommst, die sich nicht zum positiven verändert, obwohl du dein Bestes gibst, dann suchst du erstmal die Wurzel des Problems. Und manchmal, manchmal ist eben diese Ursache ein Mensch, der unzufrieden und gestresst ist. Kann man diesem Menschen dann helfen?

Nur dann wenn er sich auch helfen lassen will. Wenn er sich nicht helfen lassen will und auf eine gewisse weise gerne unzufrieden und gestresst ist bzw. es anders gar nicht mehr machen möchte, dann muss man sich entscheiden: Bleibt man jetzt hier, passt sich an und versucht den Kopf immer im richtigen Moment einzuziehen, um sich dann abends mit anderen darüber auszulassen? Man zieht es durch und beweist ‘Stehvermögen’?

Oder entscheidet man sich für die noch ungewisse andere Option, die bedeutet, sich selbst und anderen gegenüber ehrlich zu bleiben. Der Kopf wird nicht eingezogen, sondern man schreitet hoch erhobenen Hauptes davon. Das Beste an dieser Option ist wohl, dass man man selbst bleiben darf. Du musst schließlich nicht mit Aggression auf Provokation reagieren. Es ist deine Entscheidung bis zum Ende hin höflich zu bleiben. Wenn du dich anders verhälst wie sie, behälst du auch das Gefühl, das Richtige zu tun. Für mich bedeutet das nicht aufgeben. Es bedeutet, sich nochmals ganz neu aufzuraffen, den Druck abzuschütteln und statt den Rückweg einen neuen Weg anzutreten.

Mit über siebzig verschmusten, aber wilden Huskys zu arbeiten und sich um sie zu kümmern, beinhaltet natürlich dem ganzen Tag draußen zu sein und sich auch ordentlich dreckig zu machen^^. Man muss sich durchsetzen können, Namen und kleine Eigenheiten lernen und sich nicht unterkriegen lassen, wenn man mal einem hinterher rennen muss. Es beinhaltet auch Gebelle und viel angesprungen werden von besagten wilden Schmusefellbällen und es gibt viel rohes blutiges Fleisch zu verteilen und viel sauber machen. Das ganze mit einer wunderbaren Winterkulisse und Naturereignissen wie Polarlichtern.

Man findet sich täglich vor allem zwischen Näpfen und unendlich vielen Karabinern, Geschirren, Halsbändern, Necklines, Hundehütten und Holzstapeln wieder (geheizt wird hier nämlich mit Holz).

Nicht unterkriegen lassen 😉

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